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Historie Informationen

Geschichte des Küsterhauses

 

Die Ortschaft Vatterode, im idyllischen Wippertal im Landschaftsschutzgebiet "Harz" gelegen,

befindet sich 2 km westlich der Ortschaft Mansfeld.

 

Vatterode wurde im Jahre 973 erstmals urkundlich als Faderesrod in der Tauschurkunde zwischen dem Erzstift     von Magdeburg und der Abtei Fulda erwähnt.

Bis Anfang des 12. Jahrhunderts wurde Vatterode durch die Magdeburger Erzbischöfe und danach bis zum 16. Jahrhundert durch die Mansfelder Grafen verwaltet. Im 17. Jahrhundert besaß das Adelsgeschlecht von Zeutsch den Vatteröder Ritterhof, aus welcher die Großmutter der späteren Kaiserin Katharina II von Russland hervorgegangen ist.

Seit dem 12. Jahrhundert wurde zielstrebig in der Mansfelder Region Kupferschiefer im Bergbau abgebaut, erst              an der Oberfläche, dann in Stollen.

Bereits im frühen Mittelalter waren in 127 Schächten (z.B. 1571) über 1500 Steiger und Knechte für die Grafen im Bergbau beschäftigt und bauten ca. 1000 Tonnen Kupfer jährlich ab. (Siehe auch Bergbau im Mansfelder Land) .

Vatterode hatte bereits in heidnischer Vorzeit als Wohnsitz gedient.

Zum Schutz vor Feinden wurde als erstes ein Wartturm errichtet und im Kriege von den Sachsen gegen die Franken weiter ausgebaut.

Nach dem Sieg von Karl den Großen über die Sachsen wurden nach 803 Franken nach Sachsen aus- und umgesiedelt.

Viele Tausende der Sachsen versetzte Karl der Große in verschiedene Teile des fränkischen Reiches und brachte dagegen viele seiner christlichen Franken ins Sachsenland.

So wurde in dieser Zeit das Christentum in dieser Gegend verbreitet. In dieser Zeit wurde wohl auch in Vatterode an den alten Wartturm eine christliche Kapelle angebaut.

Das Küsterhaus hatte als Wohnstätte des Küsters bereits in den frühen 10. und 11. Jahrhundert Bestand.

Es wurde als Schule des Ortes für die vielen Bauern- und Bergmannskinder im 15. und 16 Jahrhundert erweitert.

Pfarrer P. Erdmann, der von 1713 -1719 Pfarrer in Vatterode war berichtete darüber:

„Die Schule liegt vor dem Gottesacker auf dem Kirchberge.

Das Haus ist 1698 ganz neu aufgeführt, nur die Wände sind stehen geblieben. Sie hat eine Stube zur Rechten, worin zugleich unterrichtet wird, von ziemlichen Raume und zwei Kammern; oben ein breterner Boden mit einem Schirmdache versehen. Am Eingange zur Rechten ist ein Keller, welcher eine Fallthüre   hat.  Gleich daran ist der Kuhstall, daran der Schweinestall, der Backofen steht frei und hat ein Ziegeldächlein. Der Schweinekoben,  welcher der Scheune wegen ganz frei stand, wurde 1729 an das Haus gebauet.“

Das lässt darauf schließen, dass das Urküsterhaus einschließlich Keller und Dachboden mit Wohnung, Schulraum,      Kuh-und Schweinestall bereits in kleiner Ausführung im 10. Jahrhundert und in der jetzigen Form seit 1729 bestand.

(Siehe auch „Geschichtliche Nachrichten über die Dörfer Vatterode und Gräfenstuhl von Pfarrer Wilhelm Ferdinand Böttcher, 1893).

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